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  Die Geschichte vom Puk up`n Balken

Schon bei Hermann Löns kann man nachlesen, wie der Puk seit Urzeiten den Menschen als freundlicher Helfer zur Seite stand. Früher, als man noch mehr Zeit hatte, da war der Puk und seine Familie viel mehr Menschen bekannt. Da wußte man vom Puk Kraihenfoot, der die Ernte vor Krähen und anderem Getier bewahrt, da kannte man den Puk Donnerschlag, der Haus und Hof vor Wind und Wetter schützt und da war man noch mit manchem anderen Puk vertraut. Sie alle hatten eines gemeinsam:


Sie waren scheue Kobolde, die dem Menschen im Stillen halfen, sich aber nicht gern zeigten. Das hängt mit ihrem etwas merkwürdigem Aussehen zusammen: Der Puk Kraihenfoot zum Beispiel ist nur einen Fuß hoch, hat ein grünes Auge, eine Nase wie eine Hagebutte und vor allem Füße wie eine Krähe - darüber schämte er sich sehr. Deshalb wohnt er auch nicht bei den Menschen, sondern immer weit draußen in Feld und Flur. Am liebsten haust er in einem hohlen Baum, zusammen mit dem Raben, der im Wipfel horstet, mit dem Schwarzspecht in seiner Höhle und der Natter, die unter den Wurzeln ihr Schlupfloch hat.

Die Menschen behandelten den Puk früher sehr gut, sie stellten ihm leckere Happen vor die Tür und strickten ihm, wenn der Winter kam, auch schon 'mal ein Paar warme Socken für seine empfindlichen Krähenfüße. Das machen heute nur noch wenige, aber wenn man sich um ihn kümmert, dann kann man auch heute noch von einem PUK als gutem Hausgeist besucht werden.


So ist es auch hier. Unser Puk sitzt up'n Balken, schaut von dort vergnügt auf die Gäste herunter und beschützt die Gastlichkeit. Dabei kann er es nicht lassen, dem einen oder anderen mal eine Kleinigkeit vom Teller zu stibitzen - ärgern Sie sich nicht darüber.

Versuchen Sie lieber einmal, den Puk up 'n Balken zu entdecken! Wer genau hinsieht und ihn nicht durch unziem-lichen Lärm erschreckt, der kann ihn manchmal zumindest im Stroh rascheln hören.

Wie der Puk up’n Balken hier eingezogen ist . . .